Wo wir sind:            Erpel am Rhein 
                             - zwischen Linz und Bad Honnef

Sie finden uns in Erpel/Rhein in der Kölnerstr. 17, direkt neben Kirche und Rathaus.

Die B 42 von Bonn nach Koblenz führt an Erpel vorbei.

Erpel liegt am Fuß der steil zum Rhein abfallenden Erpeler Ley. Das Panorama des Ortes ist heute noch ähnlich zu erleben, wie Merian es 1664 sah. Malerische Fachwerkbauten und freistehende Häuser in hochgelegenen Gärten gruppieren sich um die spätromanische, dem hl. Severinus geweihte Kirche.

Die Severinuskirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Innenraum der dreischiffigen Emporenbasilika ist von schöner rhythmischer Gliederung in farbenfreudiger Ausmalung. Die Kirche mit ihrem beherrschenden Turm ist im sogenannten rheinischen Übergangsstil erbaut: Das Untergeschoss des Turmes stammt vom Vorgängerbau, einer einfachen einschiffigen Kirche, die im 10. Jahrhundert erbaut wurde. Nach einer Legende nahm dieses älteste Gotteshaus die Gebeine der Heiligen Drei Könige auf, als der Erzbischof Rainald von Dassel sie 1164 von Mailand nach Köln brachte. Daran erinnern die drei Kronen im oberen Feld des Ortswappens. Die älteste Glocke der Pfarrkirche wurde 1388 gegossen; die weiteren stammen aus den Jahren 1531, 1641 und 1768.

Die Entstehung des Ortes liegt im Dunkeln und reicht nach Schätzungen von Historikern auf über 1500 Jahre zurück. In alten Schriftstücken wird der Ort Herpilla, später Erpilla, dann Erpell genannt. Herpilla ist keltischen Ursprungs und bedeutet "wiesenbewachsener Hügel", gemeint ist die Erpeler Ley.

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Von der Erpeler Ley hat man einen weiten Blick nach Süden auf den Rhein bei Linz, Bad Breisig und Bad Hönningen. Auf dem Höhen-Plateau wollte hier am 2. August 1909 das Luftschiff Sturmfahrt des Grafen Zeppelin Station machen. Darauf weist der Gedächtnis-Stein auf der Erpeler Ley hin. 36 Jahre stand die Erpeler Ley wieder im Mittelpunkt. Unter der Ley befindet sich ein Tunnel, in dem die rechtrheinische Eisenbahnlinie im Winkel von 90 Grad direkt auf die Brücke von Remagen führte und den Rhein in Richtung Remagen überquerte.

Die Brücke von Remagen

Die Brücke, die den Rhein bei Erpel überspannte, wurde während des Ersten Weltkrieges auf Drängen der deutschen Generalität erbaut, um mehr Truppen und Kriegsmaterial an die Westfront bringen zu können. Sie galt als eine der schönsten Stahlbrücken über den Rhein.

Am 7. März 1945 gelang es einer kleinen Vorhut der  9. US-Panzerdivision unter Führung des deutsch-stämmigen Leutnants Karl H. Timmermann, die Brücke zu erobern, nachdem den deutschen Verteidigern zwei Sprengversuche fehlgeschlagen waren. Diese Eroberung ging als das "Wunder von Remagen" in die Annalen der Kriegsgeschichte ein. General Eisenhower rief aus: "Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert".

Die deutsche Heeresleitung versuchte verzweifelt, in den folgenden Tagen die Brücke durch Bombenangriffe und Kampfschwimmer zum Einsturz zu  bringen. Hitler setzte in ohnmächtigem Zorn ein Schnellgericht ein, das fünf Offiziere zum Tode verurteilte und vier von ihnen im Westerwald erschießen ließ. Am 17. März stürzte die schwer beschädigte Brücke ein und riss 28 amerikanische Soldaten in den Tod. Der amerikanische Film: "Die Brücke von Remagen" ging in die Filmgeschichte ein. Und in Erpel brennen immer noch Lichter an der Mariengrotte, in der die Bürger von Erpel Schutz vor dem Munitionshagel suchten. Noch heute - 56 Jahre danach -  halten ständig Holländer, Engländer, US-Amerikaner in Ihren Motorhomes vor einem Gedenkstein und schauen am Ortseingang von Erpel auf die Brückenpfeiler der Brücke von Remagen.

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